Fakten zum Tier:
Name: Nilgans (Alopochen aegyptiaca)
Die Nilgans ist eine auffällige, mittelgroße Gänseart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Ursprünglich stammt sie aus Afrika südlich der Sahara sowie dem Niltal, daher ihr Name. Sie wurden in Europa als Ziergeflügel eingeführt und hat sich in den letzten Jahrzehnten stark ausgebreitet. Heute ist sie in vielen Parks, Flüssen und Seen anzutreffen, auch am Niederwaldsee.
Merkmale:
- Größe: 63–73 cm lang, Flügelspannweite 1,2–1,5 m.
- Färbung: Braun-beige Grundfärbung, auffälliger dunkler Augenfleck, kastanienbrauner Brustfleck.
- Flügel: Im Flug erkennbar mit weißem Flügelfeld und schwarz-grünen Partien.
- Geschlechter: Männchen und Weibchen sehen sehr ähnlich aus, Männchen oft etwas größer.
Vorkommen: Die Nilgans ist ursprünglich aus Afrika, seit dem 18. Jahrhundert in Europa. In Deutschland mittlerweile häufig, besonders in NRW, Hessen und Niedersachsen. Ihr Lebensraum: Gewässer aller Art, oft in der Nähe von offenen Wiesen oder landwirtschaftlichen Flächen.
Ökologische Bedeutung: Die Nilgans ernährt sich von: Gräser, Samen, Wasserpflanzen, gelegentlich Insekten oder Würmer. Sie Brüten oft am Boden, auf Inseln oder sogar auf Bäumen; 5–8 Eier pro Gelege. Die Tiere bilden Paare auf Lebenszeit, verteidigen Brutplätze aggressiv, auch gegen größere Vögel. Durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit kann die Nilgans heimische Arten verdrängen.
Standort im See: Am Niederwaldsee sind Nilgänse regelmäßig zu beobachten, oft mit Jungtieren im Frühjahr und Frühsommer. Sie halten sich sowohl an den Uferzonen als auch auf den angrenzenden Wiesen auf.